Homocystein messen

Der Homocysteinwert wird im Blut bestimmt. Ob eine solche Bestimmung sinnvoll ist und wie das Ergebnis einzuordnen ist, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.

Die Messung setzt eine entsprechende Ausstattung voraus und ist deshalb nicht in jeder Arztpraxis und nicht in jedem Labor ohne Weiteres möglich. In der Regel wird die Blutprobe an ein Labor weitergeleitet, das auf diese Bestimmung eingerichtet ist.

Vorbereitung auf die Blutentnahme

Für die Blutentnahme wird üblicherweise Nüchternheit vorausgesetzt. Als allgemeine Regel der Labordiagnostik gilt eine Nahrungskarenz von zwölf Stunden. Die konkreten Vorgaben nennt Ihnen Ihre Praxis.

Weisen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt darauf hin, wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, und nennen Sie die Präparate mit Namen. Zahlreiche Wirkstoffe können das Messergebnis beeinflussen, darunter Wirkstoffe aus folgenden Gruppen:

Die Aufzählung ist nicht abschließend. Setzen Sie ein Medikament nie eigenmächtig ab, um einen Laborwert zu beeinflussen – besprechen Sie das ausschließlich mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Laborverfahren

Für die Bestimmung von Homocystein stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung. Verbreitet sind Methoden auf Basis der Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie (HPLC) sowie immunologische Verfahren. Daneben wird die Flüssigkeits-Chromatographie-Elektrospray-Tandem-Massenspektrometrie (LC-MS-MS) eingesetzt. Welches Verfahren zum Einsatz kommt, entscheidet das jeweilige Labor.

Kosten

Ob die Kosten der Untersuchung von der Krankenkasse übernommen werden, hängt vom Einzelfall ab. Sprechen Sie dazu bitte Ihre Praxis oder Ihre Krankenkasse an.